Galgenwind
5 Punkte-Programm
Maßnahmen
Bürgerinfo
Goldenes Windrad 2014
Antiwind-
kraft Lied
Galerie
Kontakt
Impressum
Windindustrieanlagen im Beerfelder Land
- die Schlacht beginnt erst!


Windindustrieanlagen mit 200 m hohen Turbinensätzen im Beerfelder Land - eine schlimme Vorstellung! Um dies zu verhindern, haben sich seit 2013 gleich mehrere lokale Bürgerinitiativen gegründet, die - unterstützt durch zahlreiche Einzelpersonen - den Kampf gegen die Zerstörung unserer einzigartigen Kulturlandschaft durch Umwandlung in Windindustriegebiete verhindern wollen.
Bisher wurde bereits einiges erreicht: Nach erbittertem Widerstand der betroffenen Bevölkerung hat beispielsweise der Projektierer Energiegenossenschaft Odenwald (EGO) seine Windenergiepläne für das Beerfelder Land aufgegeben. Den Bürgermeistern der einzelnen Gemeinden wurden zudem Unterschriftenlisten vorgelegt, die zeigen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung gegen die Konversion von Waldflächen in Windindustrieparks ist.
Bedauerlicherweise und entgegen dem ursprünglich erweckten Eindruck hat die EGO die Projekte aber nicht eingestellt, sondern einem anderen Projektierer verkauft und entwickelt sie sogar eifrig dienstleistend weiter. Es gibt somit keine Entwarnung!
Für die Bürgerinitiativen und die vielen engagierten Einzelpersonen gibt es in den nächsten Jahren viel zu tun. Dies beinhaltet:
  • Information und Aufklärung der Kommunalpolitiker, die mit diesen Themen aufgrund der Komplexität - wie man sieht - völlig überfordert sind.
  • Information der Bevölkerung über Umfang und Schadenspotential der geplanten Anlagen.
  • Organisation von Informations-, Demonstrations- und Protestkundgebungen
Schlußendlich nützt vielleicht aber aller Bürgerprotest nichts, wenn der Wille der Bürger nicht auf dem Rechtsweg durchgesetzt wird, wahrscheinlich wird das Schicksal des Beerfelder Landes letztlich vor dem Bundesverwaltungsgericht entschieden. Darauf bereiten sich alle vor! Die Kernelemente dieser Strategie sind:

Rechtsweg
Es gibt mittlerweile mehrere Personen, die ein berechtigtes und rechtlich geschütztes Interesse haben und die somit befugt und auch willens sind, eine Klage vor den Verwaltungsgerichten gegen die Verletzung ihrer Rechte anzustrengen. Weiterhin konnte eine Reihe von Personen identifiziert werden, die die Rechtsverfolgungskosten im Einzelfall übernehmen, so daß es möglich sein wird, den Instanzenweg zur Rechtsdurchsetzung voll auszuschöpfen.

Artenschutz
Am Finkenberg und der Sensbacher Höhe wurden im Rahmen der Entwicklung des Flächennutzungsplans und der Genehmigungsanträge für Windindustrieanlagen Gutachten zum Artenschutz im Auftrag von Kreis und Projektierern erstellt. Die Aussagefähigkeit dieser Gutachten wurde von den Bürgerinitiativen im Beerfelder Land immer wieder kritisch gewürdigt. Daraus resultierend haben einzelne Privatpersonen Aufträge an renommierte Fachinstitute und Sachverständige vergeben, um diese Gutachten systematisch auf die Einhaltung fachlicher Standards untersuchen zu lassen, wobei es nicht zuletzt um den Schutz der Avifauna (Vogelwelt) und der Fledermäuse geht . Die ersten Ergebnisse wurden dem Regierungspräsidium Darmstadt im Frühherbst 2014 vorgelegt, weitere Untersuchungen werden folgen. Da die beauftragten Fachexperten aus verschiedenen Gründen nur in engen Zeitfenstern arbeiten können, muß die Abarbeitung der Untersuchungsprogramme sequentiell erfolgen und wird wahrscheinlich noch einige Jahre in Anspruch nehmen.

Denkmalschutz
Zwischenzeitlich wurde durch das Landesdenkmalamt eine vernichtende Stellungnahme zu den Windindustrieplänen in Hessen und insbesondere auch zum Odenwald mit seinen besonders schutzwürdigen Kulturlandschaften und bedeutenden Denkmalen abgegeben. Wesentliche Prüfpunkte wurden bei der Flächennutzungsplanung und einzelnen Genehmigungsanträgen wohl übersehen. Da es mittlerweile zahlreiche klageberechtigte Personen gibt, wird man an diesem Punkt voraussichtlich auf eine Entscheidung vor den Verwaltungsgerichten warten müssen.

Boden- und Gewässerschutz
Dem Schutz von Boden und Grund- sowie Quellwasser, insbesondere soweit die Versorgung mit sauberem Trinkwasser für Beerfelden, Gammelsbach und Sensbachtal sicherzustellen ist, wurde bisher nach Auffassung der Bürgerinitiativen im Beerfelder Land nicht ausreichend durch unverzichtbare Voruntersuchungen Rechnung getragen. Zwischenzeitlich liegen aber hierzu ebenfalls erste Fachgutachten von renommierten Instituten vor, so dass erforderlichenfalls auch bei diesen hochrangigen Schutzgütern der Rechtsweg sehr wahrscheinlich erfolgreich beschritten werden kann.

Windmessungen
In den letzten Monaten wurden zur Beweissicherung Windmessungen am Finkenberg durchgeführt. Diese geben keinen Hinweis auf ausreichende Windverhältnisse für einen wirtschaftlichen Betrieb von Windindustrieanlagen. Wir gehen davon aus, das ein Projektentwickler eigene Messungen entsprechend dem Stand der Technik durch ein akkreditiertes Institut durchführen lassen wird, bevor er Investoren für Projekte an den betreffenden Standorten anwirbt. Bei Bedarf werden die eigenen Messungen bei gerichtlichen Auseinandersetzungen zukünftig auf Anfrage gerne zur Verfügung gestellt. Derzeit sind weitere Messungen auf der Sensbacher Höhe in Vorbereitung.

Lärmbelastung
Lärmmessungen wurden zur Beweissicherung über einen längeren Zeitraum an verschiedenen Aufpunkten in Sensbach durchgeführt, weitere Meßprogramme sind in Vorbereitung.

Flankierende Maßnahmen
Ergänzt werden die zuvor beschriebenen Aktivitäten der Bürgerinitiativen und Einzelpersonen durch zahlreiche flankierende Einzelmaßnahmen, die sich an die Bevölkerung, Verbände, Kommunal-politiker und Verpächter von Flächen etc. richten